Eine Reise nach Loma Plata (Chaco)

15 Mai 2009

Die Anreise

Neugierig gemacht, auf den Chaco bzw. auf Loma Plata, hat mich dieser Beitrag der Deutschen Welle.

Ich hatten diesen Bericht schon in Deutschland gesehen und mir ein Bild mit einem Schuss Wildwestromantik ausgemalt.

Los gehen sollte es am Sonntag den 03.Mai. Da Heidy sowieso in den Chaco zur Arbeit musste, habe ich mich entschlossen mit Ihr gemeinsam dorthin zu fahren. Das lange Wochenende nach dem 01.Mai, bescherte uns gleich das erste Problem. Kaum noch eine Busfahrkarte zu bekommen. Doch Heidy organisierte alles wieder nach bewährter Manier, perfekt. Wir bekamen zwar keine Fahrkarten für den Nachtbus, aber der Bus um 20:00 Uhr hatte noch Plätze frei.
In der Polleria (Hähnchenbraterei)an der Puente Remanso, gibt es neben angekohltem Hähnchen, Bier, Zigarette, usw., auch Busfahrkarten zu kaufen.

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Während Heidy (im Hintergrund) die Fahrkarten kauft, achtet Uwe darauf sich ins rechte Licht zu setzen. ;-)
Wie auf dem Plakat zu lesen ist, benötigt dieses “Etablissement” Personal. Meiner unmaßgeblichen Meinung nach, ist das bei der “Gurkentruppe” dort auch dringen nötig. Doch mein Opa würde sagen: ”…..siehste wenn man nur arbeiten will findet man auch welche……”

Dann Warten auf den Bus. Der soll wohl so zwischen halb und dreiviertel eintreffen. Na ja, gegen 20:00 nahte eines von diesen Fahrzeugen.

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Nicht schlecht dachte ich. Also einsteigen bitte. Kurzer Blick auf die Fahrkarte, Suche nach der Sitznummer erst Oben dann Unten, dann doch wieder Oben. Plätze schon besetzt, wahr klar denke ich. Der Steward weist uns an, wir sollen uns freie Plätze suchen. Ok, kein Problem, noch genug frei. Die Sitze sind bequem und haben jede Menge “Beinfreiheit”, mehr als bei der TAM.
Nach einer knappen Stunde Fahrt, Pause. Jetzt schon???
Ich schaue aus dem Fenster und sehe Fahrer und Steward beim gemütlichen Abendessen. Ob die Fahrzeit wohl so einzuhalten ist?
Nach knapp einer halben Stunde geht es weiter. Wie schon befürchtet wird die Klimaanlage voll ausgereizt. Man muss ja die Passagiere möglichst frisch ans Ziel bringen. Ich stopfe mir meine Kopfhörer in die Ohren und fange trotz Jacke und mitgebrachter Decke an zu frieren. Mein Magen meldet sich…… hatte in letzter Zeit schon mal Probleme ….. Schei……. denke ich und schlafe ein wenig ein.

Wach werde ich weil der Bus gehalten hat. Ich schaue mich um, alles dunkel. Am Heck des Busses klappert etwas, keine Ahnung was los ist. Döse weiter vor mich hin und friere “wie ein Schneider”. Das geht noch drei mal so, nur das ich jetzt nicht mehr friere, sondern schwitze. Am Heck des Busses rumort es noch immer, Luft entweicht zischen. Irgend was mit den Bremsen höre ich. Der Aufenthalt zieht sich hin, ich streife die Decke ab und setze mich aufrecht. Mir ist heiß, der Typ vor mir schnarcht wie ein Sägewerk im Hochbetrieb, mein Magen schmerzt…… Schei….. denke ich, Schweinegrippe?????

Doch irgendwann geht es weiter und wir erreichen Loma Plata mit knapp 2 Stunden Verspätung, so gegen 3:00 Uhr in der Früh.

Die Ankunft

03:00 Uhr morgens, Loma Plata. Im fahlen Licht der Straßenbeleuchtung trotten wir mit unserem Gepäck zu einem Tor, das die Einfahrt zu einem Platz versperrt, auf der eine Planierraupe ein einsames Dasein fristet. Zuerst begrüßt uns ein ziemlich großer Hund und dann taucht aus dem hinteren Bereich ein Mann auf. Er lässt uns ein. Heidy erklärt mir, das ist Enrique, er wird dich zu deiner Pension bringen.
Enrique kommt mit einem Motorrad zurück und bedeutet mir, dass ich hinter ihm Platz nehmen soll. Ich werfe meinen Rucksack auf den Rücken und los geht’s. Enrique redet während der Fahrt wie ein Wasserfall, ich verstehe nur “Bahnhof”  und sage trotzdem gelegentlich freundlich Si oder No !?! Er wirkt erstaunlich munter um diese frühe Uhrzeit. Enrique biegt an einem Kreisverkehr in eine lange staubige Straße ein. Rechts taucht ein Schild auf, “Pension Loma Plata 300 Meter”, er fährt vorbei. Na dann wohl eine andere Pension? Enrique fährt die Straße bis zum Ende, dann wendet er und biegt dann doch am Hinweisschild zur Pension ab. Warum dieser Umweg? Es wird für ewig ein Geheimnis bleiben.

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An der Pension angekommen, öffnet sich auf unser Klingel, das elektrische Tor. Ein nicht gerade glücklich aussehender Typ in ausgeleierten Shorts, schlurft um die Ecke. Ich sage freundlich “Guten Morgen”. Er grummelt etwas, dann textet er mit Enrique ein paar Worte und ich verstehe mal wieder nur “Bahnhof”. Man bedeutet mir einzutreten. Ich will mich noch bei Enrique mit einem Trinkgeld bedanken, doch der ist schon weg. Mir gelingt es gerade noch, ihm ein “Gracias” hinterher zu rufen. Er winkt und knattert davon.

An der Rezeption sitzt jetzt der Typ von vorhin. Deutsch, fragt er. Ja, sage ich. Dann fragt er, Name? Artig sage ich meinen Familiennamen. Nachname, grummelt er einsilbig. Ich sage, das ist mein Nachname und nenne ihm dann meinen Vornamen. Er knallt ein Stück Holz auf den Tresen auf dem eine 6 gemalt ist. Oder ist es eine 9 ??? Doch dann sagt er …Zimmer 6…. Ich nehme meinen Rucksack und will wieder hinaus gehen, …..denn Gang runter…. ruf er mir nach. Ach so, ……es ist einfach zu früh.

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Das Zimmer hat den Charme einer Gefängniszelle. Im freundlichem Blau gehaltene Wände begrüßen mich. Ich checke kurz ab. Kein Schrank, kein Kühlschrank, kein Fernseher oder Radio. Dafür kann ich wählen, ob ich das Doppelbett oder das Einzelbett benutze. Die Kastenförmige Klimaanlage befindet sich über dem Doppelbett.

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Wie diese funktioniert und auch das Duschen werde ich auf später verschieben. Ich entscheide mich für das Doppelbett, erst einmal schlafen. Ich lasse mich auf das Bett fallen. Nach satten 0,5mm Federweg, knallt mein Hintern auf etwas Hartes. Der Schmerz aus meinen Bandscheiben, schießt hoch bis in den Hinterkopf. Damit hatte ich nicht gerechnet. Auch mein Magen meldet sich wieder. Schei…. denke ich. Doch dann sinke ich trotzdem, in einen traumlosen Schlaf.

Fortsetzung folgt !


Da soll doch der Blitz reinfahren…

13 Mai 2009

Während meiner Reise nach Loma Plata, hat bei einem schwerem Gewitter, ein Blitz zu mindestens ganz in der Nähe  meines Zimmer eingeschlagen.
Das hat natürlich einige Schäden am Haus und vor allem an der Kommunikationselektronik verursacht. Hier ein Bild aus meinem Zimmer.

Blitz 11052009_

Ich glaube es ist deutlich zu sehen, den Weg, den der Blitz durch die Wand genommen hat. Und er ist nicht etwa einem Kabel gefolgt.
Das Vorschaltgerät der Leuchtstofflampe hat es zerstört.

Zum Glück hatte ich mein Laptop nicht eingesteckt gelassen. Allerdings haben meine erst kürzlich gekauften Boxen,”den Geist aufgegeben”.
Die Besitzer der Pension und die Nachbarn haben erheblich mehr Schäden zu verbuchen.

Hier noch ein Bild von der oberen Ecke des Gästehauses.

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Der Riss ist durch den Blitzschlag entstanden.

Weitere Einzelheiten dazu, gibt es im Blog der Pensionsbesitzer >HIER KLICKEN<